Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57
Dr. habil. Willibald Gutsche Erfurt und die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49 Die bürgerlich-demokratischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts voll- zogen sich, wie Marx und Engels am Vorabend der Revolution 1848/49 im Kommunistischen Manifest schrieben, unter fortgeschritteneren Be- dingungen und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat als die bürgerlichen Revolutionen im England des 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Arbeiterklasse in die geschichtliche Bewegung eingetreten und zur entschiedensten revolutionären Kraft geworden, wenn auch noch nicht zur Führung fähig. Die bürgerliche Demokratie war ein notwendi- ges Durchgangsstadium auf dem Weg zu ihrer eigenen Befreiung. Die Bourgeoisie, die zur Führung der Revolution berufene Klasse, strebte nach politischen Machtpositionen, wollte jedoch die bürgerliche Umge- staltung und günstigere wirtschaftliche Bedingungen nicht auf revolu- tionärem Wege herbeiführen, sondern durch Reformen und Vereinba- rungen mit den alten Staatsgewalten. Aus Furcht vor der Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten kleinbürgerlichen Demokraten schloß sie einen Kompromiß mit der feudalen Reaktion und verhinderte so einen Sieg der Revolution. Die revolutionären Kämpfe 1848/49 in Erfurt spie- geln diese allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung wider. Erfurt war am Vorabend der bürgerlich-demokratischen Revolution des Jahres 1848 eine rückständige Provinzstadt. Durch die jahrhunderte- lange Abhängigkeit vom Erzbistum Mainz, die Angliederung an den preu- ßischen Staat im Jahre 1802 und die napoleonische Fremdherrschaft 1806 bis 1814 war die einst blühende Handelsmetropole vollständig verarmt und verschuldet. Unter diesen Bedingungen konnte sich eine kapitalistische Industrie nur sehr langsam herausbilden. Die Manufakturen stützten sich vorwiegend auf Heimarbeiter. Noch 1840 war das Handwerk der führende Wirtschafts- zweig. Handel und Industrie beschäftigten zusammen nicht einmal 3 000 Arbeitskräfte, während 4 000 Bürger der Stadt in Handwerksbetrieben tätig waren. Erst 1842 wurde die erste Dampfmaschine in der Fabrik von Lucius & Co. auf dem Junkersand in Betrieb genommen. So gab es am Vorabend der Revolution in Erfurt noch kein ausgesprochenes Industrieproletariat. Arbeiter und Kleinbürger, die in der Revolution entscheidend in den politischen Kampf eingriffen, meldeten jedoch sdion zu Beginn des Jahr- hunderts ihre Forderungen an. So erhoben sich 40 Jahre vor der Revo- lution, im März 1808, Erfurter Manufakturarbeiter unter Führung der 57